a k t u e l l e s
2011-09-29
Tag der Offenen Jugendarbeit
bOJA ruft am 30. September 2011 den „Tag der Offenen Jugendarbeit“ aus.
Das Jugendzentrum Youz Bad Ischl lädt anlässlich des „Tages der Offenen Jugendarbeit“ am 30.9.2011 zu einer Kreativwerkstatt ein und ist so Teil einer österreichweiten Offensive. Ziel dieses Aktionstages, der vom bundesweiten Netzwerk Offener Jugendarbeit, initiiert vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, ausgerufen wird, ist die Vielfalt, die Originalität, die Bandbreite an Themen sowie die Professionalität und das Potential Offener Jugendarbeit sichtbarer zu machen.
Derzeit werden in Österreich einige heiße Eisen der Jugendarbeit debattiert. Nicht zuletzt die Jugendkrawalle in London führen zu Diskussionen über die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen und geeignete Präventionsmaßnahmen. Die Hintergründe von Bildungsferne und Jugendarbeitslosigkeit stehen derzeit ebenso im Fokus. Im Rahmen des „Tages der Offenen Jugendarbeit“ soll auf Methoden und Projekte der Offenen Jugendarbeit aufmerksam gemacht werden, die die unterschiedlichsten Jugendlichen bei ihrer Lebensorientierung- und Gestaltung sowie ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und begleiten.
Das Youz ist nunmehr seit sieben Jahren eine wichtige Anlaufstelle für Jugendliche aus dem gesamten Inneren Salzkammergut, täglich gehen bis zu 40 Mädchen und Burschen ein und aus. Das optische Erscheinungsbild und die Persönlichkeiten der BesucherInnen sind sehr unterschiedlich und Selbiges gilt auch für ihre Fähigkeiten und Talente. Der Positiv - Kreativen – Energie der Jugendlichen Raum zu geben wird im Youz sehr ernst genommen. Aus diesem Grund wird im Rahmen des „Tages der Offenen Jugendarbeit“ am 30. September ab 16.30 Uhr eine Kreativwerkstatt veranstaltet. Das Zusammenstellen einer Fotocollage steht auf dem Programm. Eigene Bilder sind mitzubringen, die restlichen Materialien sowie Anleitung gib es im Youz.
2011-07-02
Open Space 2011
Wenn an der Fassade des Gymnasiums ein Graffitkunstwerk entsteht und im imperialen Ambiente der Trinkhalle Breakdancekurse abgehalten werden, dann ist das schon etwas Besonderes. In der Zeit zwischen 27. Juni und 1. Juli luden das Jugendzentrum Youz Bad Ischl sowie die Kulturplattform Bad Ischl wieder sämtliche Schulen des Inneren Salzkammergutes ein, Teil dieses besonderen Ereignisses zu sein. Tatsächlich waren sechs Schulen mit 18 unterschiedlichen Klassen und 370 Mädchen und Burschen dieses Jahr bei „Open Space“ dabei. Mit großer Begeisterung entstanden extravagante Schlüsselanhänger aus Leder, wunderschöne Fotoaufnahmen und ganz persönlich gestaltete T-Shirts. In den Tanzworkshops wurden Choreografien einstudiert und waghalsige Breakdancekunststücke erlernt. Der Graffitiworkshop war wieder einmal ausgebucht und zog auch öffentliche Aufmerksamkeit auf sich. Erstmals konnte dieses Jahr, neben den altbewährten Hartfaserplatten, auch eine Wand des Gymnasiums im Rahmen eines Workshops gestaltet werden.
Die Rückmeldungen der Jugendlichen aber auch von Lehrern und Eltern waren auch dieses Jahr wieder sehr motivierend, alles daran zu setzen diese Veranstaltung auch 2012 wieder durchführen zu können. Die Künstler von Spearfish Ltd. aus Manchester genossen auch heuer die Arbeit mit den Jugendlichen aus dem Salzkammergut, die sich wieder als sehr interessiert und künstlerisch begabt präsentierten. Unterstützung wurde den Veranstaltern unter anderem durch die Stadtgemeinde Bad Ischl, das Land Oberösterreich, das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Kulturkontakt Austria und der Sparkasse Salzkammergut zu teil.
2011-06-18
2010-08-15
"Encourage Youth! Networking and strategies"
Internationales Flair war vergangene Woche im Jugendzentrum Youz Bad Ischl zu spüren, als 14 Jugendorganisationen aus 9 verschiedenen Ländern sich eine Woche zum gemeinsamen Austausch von Erfahrungen in puncto Jugendarbeit trafen. Die Gäste aus Bulgarien, Estland, Italien, Portugal, Rumänien, Spanien und Türkei, sowie das Youz als Gastgeber trafen sich im Rahmen des außerschulischen EU-Programms "Jugend in Aktion", um zum einen die Vernetzung zwischen den Ländern zu forcieren und zum anderen um Probleme und auch Lösungsansätze in der Arbeit mit Jugendlichen gemeinsam zu diskutieren.
Nach anfänglichen Präsentationen der jeweiligen Organisationen, um hier einen Überblick für zukünftige Projektpartner zu bekommen, sowie verschiedenen Analysen bereits organisierter und abgewickelter Projekte arbeitete man sich konkreter in zukünftige Projektideen ein.
Das Vernetzungstreffen bot für alle Beteiligten die Chance genaueres über die jeweiligen Partnerorganisationen zu erfahren, wie z.B. die jeweiligen jugendlichen Zielgruppen. Sei es nun der soziale Hintergrund oder das Alter der Jugendlichen, generell das Angebot anderer Jugendzentren oder auch Jugenservice-Stellen, die Interessen aber auch Problemfelder der jungen Menschen in den verschiedenen Ländern. Diese Informationen sind sehr wichtig in der Planung neuer Projekte, damit im Zuge dessen auch wirklich intensiv auf die Jugendlichen eingegangen werden kann und zukünftige Projektideen bereits im Vorfeld genau abgestimmt werden können.
"Encourage Youth! Networking and strategies" war der Titel dieses Vernetzungstreffen, dem man im Laufe der Woche Rechnung trug und sich speziell mit jugendrelevanten Problemen wie soziale Ausgrenzung, riskantes Konsumverhalten (Alkohol, Computerspiele,...), Jugendarbeitslosigkeit, etc. beschäftigte. Nach bereits vier erfolgreich absolvierten internationalen Jugendaustausch-Projekten im Rahmen von Jugend in Aktion bot dieses Vernetzungstreffen mit anderen Verantwortlichen aus der Jugendarbeit einen neuen frischen Input für die zukünftige Arbeit im Bereich internationaler Jugendarbeit. Denn die Problemfelder, aber auch Interessen der Jugendlichen stellten sich in den jeweiligen Ländern als sehr ähnlich heraus, ein Grund mehr hier eine internationale Zusammenarbeit anzustreben, um sich auf breiterer Basis für die Anliegen junger Menschen einzusetzen.
2010-08-08
Internationales Vernetzungstreffen von Jugendorganisationen im YOUZ Bad Ischl
Von 8. bis 15. August wird in Bad Ischl ein internationales Vernetzungstreffen von Jugendorganisationen aus den Ländern Bulgarien, Estland, Italien, Portugal, Rumänien, Spanien, Türkei und Österreich (Bad Ischl) stattfinden.
Das vom Youz Bad Ischl bei der Nationalagentur "Jugend in Aktion" eingereichte Projekt "Encourage Youth - Networking and strategies!", wurde mit Einreichfrist 1. April nun vom Kuratorium der Nationalagentur genehmigt!
Mit diesem Projekt besteht nun die Möglichkeit für das Youz Bad Ischl bereits bestehende Partnerschaften zu intensivieren, aber auch neue Kontakte aufzubauen. Dies ist eine große Chance, Kooperationen mit ehemaligen Partnernorganisationen wieder zu aktivieren und somit auch auf eine breitere Basis der Zusammenarbeit zu stellen und gleichzeitig auch neue Kontatkte zu knüpfen.
Je mehr über die kooperierenden Einrichtungen bekannt ist, wie z.B. Tätigkeitsfeld, Alter der Jugendlichen, soziale Herkunft, auch institutionelle Herkunft (Schule, Sozialpädagogische Einrichtungen, Jugendzentrum, Info-Center, etc.) desto besser kann das in zukünftige Projektplanungen einfließen und somit noch besser mit dem Youz Bad Ischl abgestimmt werden.
2010-07-03
Open Space - Ein Resümee
5 kreative Workshops, woran sich mehr als 400 Jugendliche beteiligten, äußerst positive Rückmeldungen von seiten der Jugendlichen, Lehrenden und auch Eltern - so lautet die mehr als erfolgreiche Bilanz, die das Team des Jugendkulturzentrums Youz nach einer Woche Open Space 2010 ziehen kann.
Break&Streetdance, T-Shirt-Design, Fotografie, Leatercrafts und Graffiti mit KünstlerInnen aus Manchester war dieses Jahr im Angebot. An dieser alljährlich seit 2005 stattfindenden Projektwoche, die vom YOUZ Bad Ischl in Kooperation mit der Kulturplattform organisiert wird, nahmen neben Jugendlichen ohne Klassenverband insgesamt 16 Klassen der HLW/HLS, des Gymnasiums, der Johann Nestroy Schule, der Hauptschule Gosau und in diesem Jahr erstmals auch die Welterbehauptschule und das Stephaneum Bad Goisern teil.
LehrerInnen wie SchülerInnen zeigten sich begeistert vom Angebot und von der Professionalität der KünstlerInnen von Spearfish aus Manchester. Neben Ruse und TJ, die den Jugendlichen die Kunstarten Graffiti und T-Shirt-Design näher brachten, konnten in den Workshops von Kellyanne neue Genre-Fotografie-Kenntnisse wie Porträt, Landschaft und Architektur kennengelernt und angewandt werden. Viele Jugendliche entdeckten hier erstmals Interesse an professioneller Fotografie und welches Potential in diesem Medium steckt. Allseits beliebt und inzwischen hochverehrt sind vor allem die Break&Streetdancer Mouse - übrigens World BBoy Champion 2006 - und, neu in diesem Jahr, Eggy. Die beiden verstanden es, die Mädchen und Jungs mit Beats und teilweise fast akrobatischen Figuren für die Welt des HipHop-Dancing zu begeistern. Neu angeboten wurde dieses Jahr auch der Workshop "Leathercrafts", wo unter Anleitung von Ed Delacy Lederreste zu Schlüsselanhängern, Hals- und Armbändern, Handytaschen, uvm. verarbeitet wurden. Burschen wie Mädchen zeigten sich begeistert von diesem neuen Workshop und präsentierten stolz ihre Kunstwerke.
Neben der Freude an der Bewegung, war auch der Enthusiasmus der Jugendlichen in den verschiedenen Workshops zu spüren, den Raum zu haben sich kreativ zu betätigen, einmal etwas Neues auszuprobieren und zu experimentieren. Vielleicht entwickelt sich aus diesen Erfahrungen der Wunsch in eine kreative Richtung weiter zu arbeiten, mehr über die einzelnen Kunstrichtungen zu erfahren und diese zu intensivieren.
Selbst die sprachliche Verständigung stellte in dieser Woche kein Problem dar. Egal wie jung die Jugendlichen waren, jede/r versuchte irgenwie in Englisch mit den KünstlerInnen zu kommunizieren und viele der jungen Menschen konnten hier auf spielerische Art und Weise sprachliche Hemmschwellen abbauen oder wie im Fall der ersten Klassen erstmals neu ausprobieren.
Stattfinden konnte dieses Projekt Open Space 2010 einmal mehr mit Unterstützung der Stadtgemeinde Bad Ischl, des Landes Oberösterreichs, des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, des Kulturkontakt Austria, der Sparkasse Bad Ischl, sowie einer Förderung durch den Kiwanisclub Bad Ischl, der sich gleich vorort ein Bild des kreativen Schaffens machte! Die Mitglieder des Kiwanisclubs folgen ihrem Motto, denn der indianische Ausdruck bedeutet die "Entfaltung der eigenen Persönlichkeit" und mit der Unterstützung dieses Jugendprojektes wurde man diesem Leitsatz mehr als gerecht. An dieser Stelle sei auch auf die Sommerakademie des Kiwanis-Clubs, die in der Landesmusikschule von 12.-16. Juli stattfinden wird, hingewiesen.
2009-11-06
5 Jahre YOUZ!!!
Vom "Kampf ums Dasein" zur institutionalisierten Jugend(kultur)(sozial)arbeit
von Andreas Schmoller
5 Jahre YOUZ in Bad Ischl
Es begann mit einer Baustelle. Na ja, man könnte auch sagen: mit mehreren Baustellen. Eine befand sich – und das seit Jahrzehnten – in den Köpfen der politischen Verantwortlichen und der Öffentlichkeit der Kaiserstadt, eine andere am Auböckplatz, wo nach einem zähen, von vielerlei Einwänden und Befürchtungen begleitetem Entscheidungsprozess im Jahr 2004 das Jugendzentrum Bad Ischl seinen Betrieb aufnahm.
Dass die Jugend der Stadt sich selbst nach dem langwierigen Ringen nicht ins gemachte Nest hocken konnte, sondern bei der Errichtung buchstäblich Hand anzulegen hatte, war damals nicht ausschließlich eine Frage der Pragmatik (bzw. des Geldes), sondern Programm: Hier waren Eigeninitiative und Kreativität vom Start an zwei Säulen, die das Haus der Jugend fortan tragen würden.
Und darum steht das Youz heute so da: mit Bar (selbstgebastelt), Cafeteriabereich (selbst designed und mit Mosaikfresken versehen), Konzertbühne (selbstgebastelt nach den Phantasien der Nachwuchsmusiker, die hier ihren Posen Stil verleihen wollten), Internetraum, Proberäume (wo sich 6 Bands die Wachablöse teilen) und einer Kreativwerkstatt (wo gewerkelt, gesprüht und an den nächsten Kunstwerken gefeilt wird).
Eine dritte Baustelle tat sich auf – und hat sich seither nicht geschlossen – , als nach der erfolgreichen Adaptierung der Räumlichkeiten die Jugend nicht im Singular daherkam, sondern als äußerst heterogener Haufen wahrnehmbar wurde, den man beileibe nicht unter den sprichwörtlichen Hut zu bringen vermochte. Jugend – das ist vieles. Schon bei der Definition des Jugendalters kam man ins Grübeln. Wann begann die Jugend, wann hörte sie auf? Für welche Jugend wollte das Youz wann mit diesem oder jenem Angebot parat stehen? Zielgruppen, Zeitpunkte und Inhalte waren also vor allem in der ersten Phase die großen Arbeitsfelder, die Silvia und Günsch (später Mathias) abzustecken hatten. Und natürlich justierte sich die strategische Ausrichtung des Youz schließlich nach dem, was von den Jugendlichen in Bad Ischl die meiste Akzeptanz erhielt.
Dieser Aushandlungsprozess war nicht frei von Stolpersteinen! Diejenigen die überzogene Erwartungen an die Existenz des Jugendzentrums hatten und etwa meinten, so etwas wie herumstreunende alkoholisierte oder fadisierte Jugendliche dürfte es in Bad Ischl hinkünftig eigentlich gar nicht mehr geben, haben mit der Zeit realisiert, dass die Brötchen etwas kleiner zu backen sind. So ist der Erfolg von der Einrichtung etwa dann gewährleistet, wenn sie ein möglichst breitgefächertes Angebot bietet, das im alltäglichen Forum oder in Projektform auf jeweils kleine Zielgruppen zugeschnitten ist. Vermittlungsarbeit basiert auf dem persönlichen Kontakt einerseits und auf Prozesshaftigkeit andererseits. Ein Drahtseilakt war das am Beginn nicht nur betreffs der Verschiedenartigkeit der Zielgruppen, sondern auch inhaltlich.
Den Alltagsbedürfnissen der Jugendlichen gerecht zu werden hieß die Sozialarbeit einzubetten an das Freizeitangebot, das das Youz bereitstellte (Tischfußball, Tischtennis etc.). Neben dieser Form der Selbstgenügsamkeit von Jugend, schuf das Youz aber in Form von Workshops und EU-Projekte auch für diejenigen eine Plattform, die inhaltlich aktiv werden wollen und mental ihren Horizont über Bad Ischl hinaus heben wollen.
Neben der Jugendsozialarbeit (mit interkulturellen Akzenten) hat sich jedoch ganz klar als zweiter Schwerpunkt die Jugendkulturarbeit etabliert. Diese wird seit fünf Jahren in Bad Ischl buchstäblich aufs Bühnenpodest gehoben. Unzählige CD-Produktionen, eine eigene Radiosendung, regelmäßige Konzerttermine, wettbewerbsartige Jamsessions usw. haben den vielen Bands und dem Publikum gleichermaßen viele unvergessliche Abende beschert. Fast wie von selbst verstand es sich da, dass das fünfjährige Bestehen mit einem zweitägigen Konzertmarathon begangen wurde.
Mit Lk4, Inpargo, The Hotlicks, From the kitchen, Milan Stojkovic, Jenny, Windhund Combo und Wilhelm stand ein Schnelldurchlauf durch fünf Jahre Konzertgeschichte auf dem Programm. Dass das Youz heute als anerkannte professionell geführte Einrichtung Geltung hat, manifestierte sich in der offiziellen Feier am 30. Oktober.
Bürgermeister Hannes Heide erinnerte an die schwierige Genese, betonte den Rückhalt in der Gemeinde und zog eine zufriedene Bilanz. Und als Überraschungsgast erwies Landesrat (für Jugend und Soziales) Josef Ackerl dem Jugendzentrum seine Ehre.
Ja, resümiert man die fünf Jahre Youz mit einem Satz, wird man wohl sagen können: Ischl ist in diesen fünf Jahren ein bisschen anders, jünger, geworden.
|
|